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Awareness Konzept

Awareness bedeutet für uns: Aufmerksam sein, Grenzen respektieren und Verantwortung füreinander übernehmen. Beim Landesturnfest gibt es mit dem Awareness-Team eine Anlaufstelle für Menschen, die sich unwohl fühlen, eine Grenzüberschreitung erlebt haben oder Unterstützung benötigen.

Das Team ist während des Turnfests präsent, hört zu, unterstützt bei der Einordnung von Situationen, und hilft, Schutz oder weitere Unterstützung zu organisieren.

Das Awareness-Team trägt blaue Westen, ist bei den Abendveranstaltungen direkt ansprechbar und zusätzlich über die Hotline von 10:00 bis 01:00 Uhr erreichbar.

Wenn du Unterstützung brauchst, kannst du dich auch über das Codewort „Stella“ an Bar- oder Veranstaltungspersonal wenden – sie stellen diskret den Kontakt zum Awareness-Team her.

Awareness Hotline: 0721181570

Informationen zur Awareness Hotline: 

Die Awareness Hotline ist eine niedrigschwellige Möglichkeit, Unterstützung zu bekommen, auch wenn du gerade nicht direkt zu einer Anlaufstelle gehen kannst.
Du erreichst dort das Awareness-Team telefonisch und per Whatsapp, kannst Situationen schildern und gemeinsam klären, was du brauchst. 

Erreichbarkeitszeiten: 10:00 - 01:00 Uhr

Standorte der Anlaufstelle und weiterführende Informationen

   
Mittwoch, 13.05.19:30-01:00Eröffnungsfeier & Party - Klein Venedig
Donnerstag, 14.05.20:00-01:00Baden Media Kultparty XXL - Klein Venedig
Donnerstag, 14.05.20:00-01:00Abend der Turnermusiker - Stadtgarten
Freitag, 15.0520:00-01:00Konstanz feiert! - Stadtgarten
Freitag, 15.0520:00-01:00Turnfestparty - Klein Venedig
Samstag, 16.0520:00-01:00Live Musik - Stadtgarten

Awareness bedeutet, gemeinsam Verantwortung dafür zu übernehmen, dass sich alle Menschen auf dem Landesturnfest möglichst sicher, respektiert und wohl fühlen können. Dabei geht es insbesondere um den Umgang mit Grenzverletzungen, Diskriminierung und überfordernden Situationen.

Das Awareness-Team ist eine Anlaufstelle für alle, die sich unwohl fühlen, Unterstützung brauchen oder eine Situation als grenzüberschreitend erlebt haben – unabhängig davon, ob es sich um einen konkreten Vorfall oder ein diffuses Gefühl handelt.

Wir sind da, wenn:

  • Du dich unwohl, überfordert oder unsicher fühlst
  • Du Diskriminierung, Grenzverletzungen oder übergriffiges Verhalten erlebt oder beobachtet hast
  • Du eine Pause brauchst oder einen geschützten Raum suchst
  • Du einfach jemanden zum Zuhören brauchst

Was wir tun:

  • Wir hören zu und nehmen dich ernst
  • Wir unterstützen dich dabei, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen
  • Wir handeln in deinem Sinne – nichts passiert ohne deine Zustimmung
  • Wir begleiten dich auf Wunsch, z. B. zu Freund*innen oder zu anderen Anlaufstellen

Unsere Arbeit basiert auf Freiwilligkeit, Vertraulichkeit und Parteilichkeit für Betroffene.

Awareness ist kein Sicherheitsdienst und keine Polizei. Es geht nicht darum, Schuldige zu finden oder Situationen zu bewerten, sondern darum, Menschen in belastenden Momenten zu unterstützen und ihnen Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Gemeinsam tragen wir dazu bei, dass das Landesturnfest ein Ort ist, an dem sich möglichst viele Menschen sicherer und respektiert bewegen können.

Brauchst du Unterstützung?
Hier findest du Hilfsangebote, an die du dich wenden kannst – anonym, kostenlos und auch nach dem Event.
Du kannst dich melden, wenn etwas passiert ist, dich etwas beschäftigt oder du einfach nicht weiterweißt.

Awareness Hotline: 0721181570

Hilfs- und Beratungsangebote

Hilfetelefon Gewalt an Frauen
Tel.: +49 800 116 016
Erreichbarkeit: 24h 365 Tage im Jahr | Mehrsprachig 
Text-Chat: Täglich 12.00–20.00 Uhr

Hilfetelefon Gewalt an Männern
Tel.: +49 800 1239 900
Erreichbarkeit: Mo–Do 08:00–20:00 Uhr, Fr 08:00–15:00 Uhr
Text-Chat: Mo–Do 12:00–15:00 Uhr, 17:00–19:00 Uhr

Hilfetelefon sexueller Missbrauch
Tel.: +49 800 22 55 530
Erreichbarkeit: Mo, Mi, Fr 09:00–14:00 Uhr; Di, Do 15:00–20:00 Uhr

Weißer Ring (Hilfe für Kriminalitätsbetroffene)
Tel.: +49 116 006
Erreichbarkeit: Mo–Fr 07:00–22:00 Uhr

TelefonSeelsorge
Tel.: +49 800 116 123
Erreichbarkeit: 24h

Nummer gegen Kummer – Kinder- & Jugendtelefon

Tel.: 116 111

Erreichbarkeit: Mo–Sa 14:00–20:00 Uhr

Chat: https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendberatung/online-beratung/


Regionale Angebote (Bodensee / Konstanz)

Morgenrot Fachberatungsstelle (sexualisierte Gewalt)
Tel.: +49 7541 378 33
Erreichbarkeit: Mo–Do 09:00–12:00 Uhr; Di–Do 14:00–16:00 Uhr

Frauenhaus Konstanz
Tel.: +49 7531 15728
Erreichbarkeit: Mo–Do 09:00–12:00 Uhr; Mi 16:00–18:00 Uhr
E-Mail: beratungnoSpam@gewaltgegenfrauen.de

Beratungs- und Vertrauensstelle bei Kindesmisshandlung Konstanz

Tel.: +49 7531 363 2620

Erreichbarkeit: Mo–Do 08:00–12:00 Uhr / 14:00–16:00 Uhr; Fr 08:00–12:00 Uhr

Antidiskriminierungsberatung Konstanz
Tel.: +49 176 135 280 04
E-Mail: info@adib-kn.de

Überregionale Antidiskriminierungsberatungsstelle (adis e.V.)
Tel.: +49 7071 14310410
E-Mail: beratung@adis-ev.de

Polizei – Ansprechperson für queere Anliegen (Konstanz)
Tel.: +49 7531 9950
Kontaktperson: Marius Reichle

Suchtberatung Konstanz
Tel.: +49 7531 3655855

Drogenberatung Konstanz
Tel.: +49 7531 919191


Weitere Unterstützungsangebote

Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Web: https://www.antidiskriminierungsstelle.de

Heimwegtelefon
Tel.: +49 30 120 74 182
Erreichbarkeit: So–Do 21:00–24:00 Uhr; Fr & Sa 21:00–03:00 Uhr

Gewaltambulanz / Verfahrensunabhängige Spurensicherung
Adresse: Röntgenstraße 2, 88048 Friedrichshafen
Tel.: +49 7541 96-0
Web: www.medizin-campus-bodensee.de

Code of Conduct

Gemeinsam für ein sichereres Landesturnfest 2026

Vom 13. bis 17. Mai 2026 kommen in Konstanz und Kreuzlingen über 15.000 Sporttreibende und Sportbegeisterte zusammen, um Gemeinschaft, sportlichen Wettbewerb und Vielfalt zu feiern. Das Landesturnfest steht für ein faires Miteinander, gegenseitige Wertschätzung und die Freude am Leistungs- und Breitensport. Damit sich alle Beteiligten – ob aktiv im Wettkampf, als Gäste, Volunteers oder Medienschaffende – sicherer und respektiert fühlen, bildet dieser Code of Conduct die verbindliche Grundlage für unseren Umgang miteinander.

Unsere Grundhaltung: Respekt und Fair Play

Wir bekennen uns zu den Werten des Badischen Turner-Bundes und den Safe-Sport-Prinzipien. Sport verbindet uns, unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, Behinderung, Religion oder sozialem Status. Wir erwarten von allen Beteiligten:

  • Gegenseitige Wertschätzung: Wir begegnen einander auf Augenhöhe, sowohl
    im Wettkampf als auch im geselligen Rahmenprogramm und begegnen uns mit Respekt.
  • Sportlicher Anstand: Fair Play bedeutet für uns Respekt gegenüber sportlichen Leistungen, den Bewertenden und dem Gegenüber.
  • Kollektive Verantwortung: Ein respektvolles Klima ist die Aufgabe aller Beteiligten. Wir achten auf uns und auf andere.
  • Achtsame Kommunikation: Auch in emotionalen oder wettkampforientierten Situationen bleiben wir sachlich, respektvoll und verantwortungsbewusst im Umgang miteinander.

Grenzen achten – Konsens Leben

Jede Person hat das Recht auf persönliche Grenzen, Würde und körperliche Unversehrtheit. Wir erwarten:

  • dass persönliche Grenzen respektiert werden
  • dass Zustimmung freiwillig und eindeutig erfolgt
  • dass ein „Nein“ jederzeit akzeptiert wird
  • dass Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse verantwortungsvoll gestaltet werden


In sensiblen Bereichen wie Umkleiden, Duschen und Gemeinschaftsunterkünften ist die Privatsphäre besonders zu achten. Fotografieren oder Filmen ist dort nicht gestattet. Generell gilt: Bilder von Personen dürfen nicht in verletzenden,bloßstellenden oder schutzbedürftigen Situationen verbreitet werden. Minderjährige stehen unter besonderem Schutz. Die Aufsichtspflicht liegt bei den jeweiligen Vereinen und Betreuungspersonen. Gleichzeitig tragen alle Beteiligten Verantwortung für ein achtsames Umfeld.

Null Toleranz bei Grenzverletzungen

Gewalt, Diskriminierung oder übergriffiges Verhalten werden nicht geduldet. Dazu zählen insbesondere:

  • körperliche oder verbale Übergriffe
  • sexualisierte Belästigung
  • Einschüchterung oder Bedrohung
  • diskriminierendes Verhalten aufgrund persönlicher Merkmale
  • das bewusste Ausnutzen von Machtpositionen

Auch im sportlichen Kontext gilt: Leistungsdruck rechtfertigt keine Grenzüberschreitung.

Unterstützung und Awareness

Für Situationen, in denen Unterstützung benötigt wird, steht ein unabhängiges Awareness-Team zur Verfügung.
Das Team ist eine Anlaufstelle für Personen, die sich unwohl fühlen, eine Grenzverletzung erleben oder beobachten. Es hört zu, unterstützt bei der Klärung von Schutzbedarfen und hilft dabei, weitere Schritte einzuleiten. Entscheidungen über organisatorische Maßnahmen liegen bei der Veranstaltungsleitung.

Während der Abendveranstaltungen ist das Team vor Ort präsent. Das Team trägt blaue Westen und kann direkt angesprochen werden. Mit dem Codewort „Stella“ kann diskret Hilfe angefordert werden, ohne die Situation öffentlich erklären zu müssen.
Security und Sanitätsdienst sind in die Schutzstruktur eingebunden.

Konsequenzen

Verstöße gegen diesen Code of Conduct werden ernst genommen. Es wird sich vorbehalten, angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Diese können von einer
Verwarnung bis zum Ausschluss von einzelnen Programmpunkten oder vom gesamten Veranstaltungsgelände reichen.

Das Landesturnfest ist ein Ort der Begegnung. Ein respektvolles, faires und sicheres Umfeld entsteht nicht allein durch Regeln, sondern durch gemeinsames Handeln. Alle Beteiligten tragen Verantwortung dafür, dass das Landesturnfest 2026 ein sportlich und menschlich gelungenes Ereignis wird.

Das Awareness-Team wird von der Initiative Nachtlicht e. V. organisiert.
Wir sind seit mehreren Jahren in der Awareness-Arbeit tätig und entwickeln Konzepte für Veranstaltungen, sowie Strukturen für den Umgang mit Grenzverletzungen und Diskriminierung.

Für das Landesturnfest haben wir gemeinsam mit den Veranstaltenden ein Awareness-Konzept und einen Code of Conduct erarbeitet und setzen diese vor Ort um.

Wir arbeiten ganzheitlich – von der Vorbereitung, über Schulungen, bis hin zur Umsetzung während der Veranstaltung. Dabei orientieren wir uns an den Bedürfnissen von Betroffenen und einem diskriminierungskritischen Verständnis des gesellschaftlichen Miteinanders.

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