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LK-Stufen der Männer: Kampf um jedes Zehntel

Während das Orga- und Logistikteam bereits im Vorfeld des Turnfests ins Schwitzen kam, da im Werner-Heisenberg-Gymnasium so gut wie keine Wettkampfgeräte vorhanden waren und somit alles aus anderen Hallen, sogar aus Grötzingen, angekarrt werden mussten, kamen die Turner der LK-Stufen dann während des Turnfests so richtig ins Schwitzen.

Foto: A. Klieber

Während in den meisten Wettkämpfen immer ca. 8 bis 14 Teilnehmer an den Start gingen, gab es zwei Wettkämpfe, die durch hohe Meldezahlen auffielen. Hart umkämpft waren die zwei Startplätze für den Deutschland-Cup bei den Männern 18 – 29 Jahre. 32 Starter kämpften in der LK 1 um jedes Zehntel. Eine Zehntelentscheidung waren dann auch die Plätze 1 und 2. Letztlich konnte Philipp Groß von der SG Kirchheim den Sieg für sich verbuchen. Mit 74,6 Punkten durfte er die Goldmedaille in Empfang nehmen. Platz 2 belegte Janis Weber vom TV Ludwigshafen-Bodensee (74,5) vor Jonas Krause (SG Kirchheim), der 73,15 Punkte erturnte. Gleich 47 Turner starteten in der LK 3 in der Altersklasse der 18- bis 29-Jährigen. Am Ende siegte Marco Richter (TV Neckarau) mit doch deutlichem Vorsprung von fast vier Punkten vor Florian Durm (TSG Kronau) und seinem Bruder Timo Richter (TV Neckarau).

Mit großem Vorsprung absetzen konnte sich Meik Layer (TV Neckarau) in der LK 2 der 14/15-Jährigen. Mit über zehn Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Noah Wörner (FC Viktoria Hettingen) dominierte Meik Layer den gesamten Wettkampf. Vor allem am Boden, wo die Kampfrichter seine hochkarätige Übung mit starken 14,2 Punkten belohnten, wies er die Konkurrenz in die Schranken.

Lediglich zwei Starter duellierten sich in der Altersklasse 14/15 im Wettkampf der LK 3. Das Mann-gegen-Mann-Duell gewann am Ende ganz klar Tobias Lingk (TV Güttingen) vor Attila Dinkel (TV Herbolzheim), der allerdings auch keinen kompletten Sechskampf turnen konnte.

Insgesamt traten, bei hochsommerlichen Temperaturen inner- und außerhalb der Halle, 122 Turner im Alter von 12 bis 29 Jahre in der LK 1, LK 2 und LK 3 an und ermittelten die Turnfestsieger im olympischen Sechskampf. Besonders voll in der Halle war es auch deswegen, weil es keine Tribüne für die mitgereisten Trainingskollegen, Eltern und Fans gab, so dass sich diese zusätzlich zu den Wettkämpfern in der eh schon vollen Halle drängten, was es für die Wettkampfleitung manchmal schwierig machte, den Überblick zu behalten. Der guten Stimmung im Heisenberg-Gymnasium tat das jedoch keinen Abbruch, jede Übung wurde beklatscht und bejubelt. Alle freuten sich gemeinsam über gute Übungen und ärgerten sich über missglückte Elemente.